Alte Kelter wird Impfstützpunkt


Die Atmosphäre ist freundlich, persönlich und dabei sehr konzentriert und effektiv – in der Alten Kelter in Fellbach impfen drei Fellbacher Hausärzte und „tragen so maßgeblich zur Corona-Bekämpfung bei“, bedankt sich Oberbürgermeisterin Gabriele Zull. Ab kommenden Montag öffnet im westlichen Teil der Alten Kelter zusätzlich ein Landesimpfstützpunkt. In beiden Zentren wird ausschließlich mit Terminvergabe geimpft.

„Zwischen 150 und 180 Impfungen verabreichen wir an einem Nachmittag in der Alten Kelter“, stellt Petra Conrad fest. Die Hausarztpraxis Conrad nutzt neben den Fellbacher Ärzten Mechela und Thudium die Kelter, um die Corona-Impfungen durchzuführen. Die „Location“ hat sich als Impfstandort bewährt. Bereits im April 2021 stellte die Stadt erstmals die Räume zur Verfügung, „um das Impfen zu erleichtern und zu einer höheren Immunisierung beizutragen“, führte Oberbürgermeisterin Zull aus. Die Ärzte kommen mit ihrem Team, nutzen die Infrastruktur und den Platz vor Ort. Die Schwabenlandhalle Fellbach GmbH managt das Impfzentrum, stellt Organisation, Infrastruktur und Personal. „Es klappt alles hervorragend“, so Petra Conrad. Gerade für kleinere Praxen bietet die Kelter eine gute Alternative, um die eigenen Räumen zu entlasten und den Alltagsbetrieb in der Praxis aufrechtzuerhalten.

Ab kommenden Montag wird das kommunale Impfzentrum um einen Landesimpfstützpunkt ergänzt. Die bewährte Infrastruktur wird gespiegelt und im westlichen Teil nochmal aufgebaut. „Dies hatten wir bereits im Frühsommer so vorgesehen“, so Jens Mohrmann, Geschäftsführer der Schwabenlandhalle Fellbach GmbH. Die Vorbereitungen zahlen sich jetzt aus. „Wir können uns auf diese Organisation verlassen und ich weiß, dass alle Kollegen hier engagiert im Einsatz sind“, so die Oberbürgermeisterin. Fellbach hat bereits im Frühjahr auf eine gut ausgebaute Test- und Impfstruktur gesetzt und „ich bin dankbar, dass dieses Netzwerk trägt“, erklärte Zull.

Geimpft wird im Impfstützpunkt dann durch die mobilen Impfteams des Landes. Wartezeiten sollen vermieden werden, daher setzen sowohl die Hausärzte als auch die mobilen Impfteams ausschließlich auf Terminvereinbarungen. Dies hatte am vergangenen Montag zu Irritationen geführt, da in mehreren Medien fälschlicherweise Spontanimpfungen angekündigt waren. Während die Hausärzte ihre Anmeldungen über die Praxen oder auch über die Homepage der Stadt anbieten (alle Informationen über www.corona-fellbach.de) soll der Impfstützpunkt über ein Terminvereinbarungssystem des Landkreises laufen. Laut Auskunft des Landkreises sind die Öffnungszeiten des Impfstützpunkts von montags bis sonntags von 10 bis 15 Uhr geplant. Die Kommunen arbeiten eng mit dem Landkreis beim Ausbau der Impfstruktur zusammen. Insgesamt sind im Rems-Murr-Kreis fünf Impfstützpunkte geplant.

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