Abholservice wird positiv bewertet aber kontrolliert
Notbetreuung wird von fast jedem zweiten genutzt


Die Infektionszahlen bestätigen: Corona wird auch den Jahresanfang 2021 bestimmen. Nach den Feiertagen verzeichnet auch Fellbach wieder steigende Zahlen. „Wir hoffen, dass die weiteren Einschränkungen den Anstieg endlich abbremsen können“, erklärt Fellbachs Oberbürgermeisterin zur neuen Corona-Verordnung. Mit der seit Montag, 11. Januar, geltenden  überarbeiteten Corona-Verordnung werden die Kontaktmöglichkeiten weiter reduziert, der Schulunterricht soll zunächst digital durchgeführt werden, der Gastronomie und Handel bleiben geschlossen aber der Abholservice wird auch für den Handel wieder erlaubt.
 
„Die Möglichkeit zum direkten Abholen ist sicher eine Erleichterung für den Einzelhandel“, freut sich Oberbürgermeisterin Gabriele Zull. Konnte seit Mitte Dezember nur ausgeliefert werden, kann der Kunden jetzt die Ware digital ordern und dann direkt am Geschäft mitnehmen. „Wir sprechen mit dem Handel, wie das Abholen umgesetzt wird“, sagt Ordnungsamtsleiter Peter Bigalk. Das Ordnungsamt wird die Organisation vor Ort prüfen und auch kontrollieren, um Schlangen und damit auch Menschenansammlungen zu vermeiden. Terminvergaben und gut erreichbare Ausgabenstellen würden von den Händlern aber bereits geplant, lobt Peter Bigalk. Zumal die Verantwortlichen auch Erfahrungen aus dem Frühjahr 2020 mitbrächten. „Gerade bei größeren Geschäften werden wir aber sicher öfter vorbeischauen“, prognostiziert der Ordnungsamtsleiter. Auch die Stadtbücherei prüft momentan, ob ein Abholservice wieder möglich ist, bisher sind die Aussagen dazu aber noch widersprüchlich.
 
Die Schulen starten digital ins Jahr 2021. War der Beginn am Montag durch den Absturz der Landes-Lernplattform auch etwas holprig, sichert das Kultusministerium zu, dass an einer guten Erreichbarkeit gearbeitet werde. Fellbach verfügt auch über eine eigene Schul-Cloud über die der Online-Unterricht organisiert werden kann. Neben den Schulen bleiben aber auch die Kindergärten geschlossen beziehungsweise bieten „nur“ eine Notbetreuung an. Das zuständige städtische Amt hatte bereits in der vergangenen Woche alle Eltern informiert und damit einen reibungslosen Start ermöglicht. Bisher nutzen nur wenige Eltern die Notbetreuung in den Schulen, während mehr Elternauf die Betreuung in den Kindertageseinrichtungen zurückgreifen müssen. „Wir bitten darum, die Notbetreuung als das zu sehen, was sie ist: Die Einrichtungen sind sozusagen der „letzte Anker“ für die Eltern, die keine anderen Möglichkeiten haben“, stellt Stephan Gugeller-Schmieg, der zuständige Amtsleiter, fest. Steigende Kinderzahlen in den Kindergärten und Horten würden auch das Infektionsrisiko wieder erhöhen.
 
Rund 90 akut mit Corona Infizierte verzeichnet die Kappelbergstadt derzeit, davon allein über 25 im Philipp-Paulus-Heim. „Doch die Infektionen treten nach wie vor vermehrt in den Familien auf“, so Peter Bigalk. Würde sich eine Person – oft auch die jüngeren – anstecken, wäre oft die ganze Familie in Mitleidenschaft gezogen.