Quarantäne in der Anschlussunterkunft und schulische Herausforderungen


Ein Teil der Anschlussunterkunft in der Esslinger Straße in Fellbach steht nach dem Bekannt-werden von vier positiven Testergebnissen unter Quarantäne. Am Dienstagabend, 6. Oktober, wurde bekannt, dass sich ein Mitglied einer fünfköpfigen Familie mit Corona infiziert hat. Am Mittwochmorgen bestätigten sich weitere Verdachtsfälle. Die Familie selber ist noch am Abend in eine andere Unterkunft umgezogen, die weiteren Mitbewohner sind informiert und dürfen derzeit den Bereich nicht verlassen. Parallel dazu sind in drei Fellbacher Schulen nach einzelnen Infektionen vorsorglich Maßnahmen eingeleitet worden.
In der Anschlussunterkunft für Geflüchtete auf dem alten Freibadgelände an der Esslinger Straße leben momentan 88 Personen. Die Anlage ist in zwei Bereiche untergliedert, von denen einer seit gestern Abend unter Quarantäne steht. In Rücksprache mit dem Landratsamt soll für die 41 betroffenen Personen eine schnelle Testung organisiert werden. Die Wohnbau- und Dienstleistungsgesellschaft (WDF), die die Unterkunft verwaltet, hat im Verbund mit dem Ordnungsamt der Stadt die Bewohner der Einrichtung gestern Abend über die Infektion sowie alle damit verbundenen Maßnahmen informiert. „Natürlich herrschte zunächst Unsicherheit“, kommentierte Jacqueline Möller, Geschäftsführerin der WDF. Die zuständigen Mitarbeiter ha-ben daher intensive Gespräche geführt und die betroffene Familie in ihre neue Unterkunft begleitet.
„Wir sind im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt über alle weiteren notwendigen Schritte“, erklärte Ordnungsamtsleiter Peter Bigalk. Dazu gehöre unter anderem die Organisation von Tests für die unmittelbaren Kontaktpersonen. Hier werde versucht, die Testungen direkt vor Ort durchzuführen. Es sei nicht auszuschließen, dass es noch zu weiteren Ansteckungen gekommen ist. Doch nicht nur über die Unterkunft im Freibadgelände tauschen sich die Ämter momentan intensiv aus, auch in den Schulen steigen die Herausforderungen. Die dritten Klassen der Anne-Frank-Schule werden bis zum 10. Oktober zuhause unterrichtet, im Gustav-Stresemann-Gymnasium warten ebenfalls drei Klassen auf Testergebnisse und in der Auberlen-Realschule fehlen durch infizierte Lehrkräfte beziehungsweise Verdachtsfälle zahlreiche Fachkräfte, so dass die Unterrichtsorganisation sehr komplex ist. Auch in der Silcherschule gibt es einen Verdachtsfall und in der Fröbelschule einen positives Testergebnis. „Wir merken, dass ein paar wenige Ansteckungen uns vor große Herausforderungen stellen“, so die einhellige Meinung der Verantwortlichen. Die Flexibilität werde deutlich auf die Probe gestellt. Mal seien die ganze Klassen, mal nur einzelne Personen oder auch die zusätzlichen Angebote wie Mensa oder Betreuung betroffen. Hier seien schnelle Reaktionen der Gesundheitsämter und ein enges Zusammenspiel der verschiedenen Verwaltungen gefragt. Denn wie der Unterricht organisiert wird und ob die Klassen zuhause bleiben, ist mit den zuständigen Landesbehörden abzusprechen.
Corona stellt auch die Vereine wieder vor Herausforderungen. So muss die erste Mannschaft des TV Oeffingen in Quarantäne, da sich ein Spieler infiziert hat. Der Spieler war zwar am Wochenende nicht im Einsatz, aber in der Woche davor beim Training