Weniger Anfragen


Die Gespräche waren vielfältig: Wann sind Corona-Tests möglich, muss ein Geschäft geschlossen werden, wann machen die Spielplätze wieder auf oder wer sollte Masken tragen? In den vergangenen Wochen beantworteten die Mitarbeiter des Rathauses über die Hotline-Nummern mehrere hundert Anfragen rund um die Corona-Verordnungen. Da die Anruferzahlen stark zurückgegangen sind, stellt die Stadtverwaltung drei der vier Sondertelefonnummern jetzt ein.  
 
Die Landesverordnung zum Schutz vor dem Corona-Virus löste Mitte März viele Fragen aus. Geschäfte wurden geschlossen, das öffentliche Leben stark reglementiert, Veranstaltungen abgesagt und das Rathaus in Fellbach für den Publikumsverkehr geschlossen. Um trotzdem schnell und umfassend informieren zu können, konnten Bürger über Sondertelefonnummern die Verwaltung unkompliziert erreichen. Parallel standen Infoteams im Stadtgebiet als Ansprechpartner zur Verfügung. Insgesamt nutzen die Bürger die Telefonnummer zur Corona-Verordnung, die Nummer gegen den Kummer und die Gewerbehotline zwischen 400 und 500mal.
 
Standen zu Beginn Fragen zur Krankheit und die Angst vor Ansteckung im Fokus veränderten sich nach und nach die Themen. Existenzängste auf Grund wirtschaftlicher Unsicherheit, Fragen zum täglichen Leben und nach dessen Normalisierung bestimmen derzeit die Gespräche – mancher äußern auch massive Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Maßnahmen und verweisen auf sogenannte „Alternativemedien“ als Informationsquelle.  „Als Grundlage in den Gesprächen dienen uns immer sachlich und faktenbasierte Hinweise, doch die meisten Anrufer haben rein praktische Fragen zum Infektionsschutz, zu Vereinsöffnungen oder Veranstaltungen“, zieht Elisabeth Blank ein erstes Fazit. Die Sozialpädagogin betreute zusammen mit weiteren Kollegen die Telefon-Sondernummern.
 
Die Gewerbehotline war nach der Ankündigung der Geschäftsschließungen „ausgebucht“. Informationen zu den Sonderprogrammen vom Land und vom Bund waren hier häufig Thema, doch auch Hilfen der Stadt sowie Fragen rund um die Programme „Fellbach liefert“  oder der Austausch über das digitale Schwarze Brett wurden angefragt. „Alltagssorgen, Organisationsfragen und vielfach die Suche nach den richtigen Ansprechpartnern“, fasst Julian Deifel die Schwerpunkte der Gewerbehotline zusammen. Der Einzelhandelskoordinator stellte wieder ein leichtes Ansteigen der Anruffrequenz fest, nachdem die ersten Öffnungen angekündigt wurden.
 
Grundsätzlich werden die Hotline-Nummern nicht einfach abgestellt, sondern noch bis Ende Mai auf die Ansprechpartner im Rathaus, das seit Anfang Mai wieder langsam in den „normalbetrieb“ schaltet, umgeleitet. Die allgemeine Corona-Mail-Adresse, die nach wie vor stark genutzt wird, bleibt weiterhin bestehen. Genauso wie die Sondernummer zu Fragen rund um die Kinder-Notbetreuung. „Hier laufen die Drähte immer noch heiß! Viele Unternehmen fahren ihren Betrieb wieder hoch und die Eltern sind auf Betreuung angewiesen“, schildert Stephan Gugeller-Schmieg. Der Amtsleiter weist aber darauf hin, dass das Land weiterhin nur eine Notbetreuung zulässt.
 
„Glücklicher Weise wurde die Nummer gegen Kummer nicht oft benötigt“, erklärt Gugeller-Schmieg zu der vierten städtischen Hotline. Die geringe Zahl der Anrufer zeige auch, dass die zahlreichen weiteren Angebote gut angenommen worden. Die Kindertageseinrichtungen, die Schulsozialarbeiter, die Nachbarschaftshilfe und die vielen ehrenamtlichen Helfer „haben ein gutes Netz aufgespannt“, ist er überzeugt.
 
 
Weitere Informationen:
Die Corona-Hotline, die Nummer gegen den Kummer und die Gewerbehotline werden eingestellt aber bis Ende Mai noch umgeleitet. Für Fragen zu den Corona-Verordnungen bitte künftig das Ordnungsamt (0711-5851-200), zu Fragen rund um die Vereinsöffnungen bitte künftig das Amt Jugend, Familie, Bildung und Sport (0711 5851-412) zu Themen rund um den Einzelhandel und die Gastronomie bitte den Einzelhandelskoordinator (0711-5851-593) anrufen.
Schriftliche Anfrage können weiterhin über corona@fellbach.de eingegeben werden.
Die Hotline zu Fragen rund um die Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen und Horten (0711 5851-572) bleibt weiter bestehen.