Fellbacher Herbst 2020 wird abgesagt


Fellbacher Herbst Zull Ansprache„Fellbach ohne den Fellbacher Herbst ist schwer vorstellbar!“, schreibt Gabriele Zull an die Stadträte sowie die Vereine und Schulen, die am Traditionsfest der Kappelbergstadt immer teilnehmen. Trotzdem hat die Oberbürgermeisterin Fellbachs schweren Herzens am Donnerstag, 30. April, die Absage des 73. Fellbacher Herbstes bekanntgegeben.
 
„Ein Fellbacher Herbst, bei dem viele Tausende Menschen miteinander feiern, kann es in Corona-Zeiten nicht geben“, so Gabriele Zull. Die Verantwortlichen für die Organisation gehen davon aus, dass einige Corona-Schutzmaßnahmen – wie das Verbot von größeren Veranstaltungen und die Hygieneregeln - auch im Herbst und Winter noch gelten werden. An dem Fellbacher Traditionsfest nehmen jedes Jahr bis zu 250.000 Menschen teil. Festumzug, Vergnügungspark oder Weinsträßle sind Attraktionen, die die Menschen zusammenbringen. „Wir feiern zusammen das Ende der Weinlesen, danken für die Ernte und genießen den Ausklang des Sommers“, fasst Fellbachs Oberbürgermeisterin zusammen. Abstandsgebote und Hygieneregeln in diesem Umfeld durchzusetzen, wäre unmöglich. „Wir würden uns und alle Gäste gefährden, Leben aufs Spiel setzen und damit unseren eigenen Werten widersprechen“, ist die OB überzeugt.  
 
Der Fellbacher Herbst stehe für Dankbarkeit, Tradition, Solidarität und Aufgeschlossenheit. Er habe immer „liebgewonnene Traditionen mit Neuem verknüpft“, so Oberbürgermeisterin Zull. Die Wurzeln des Festes sollen daher trotz Corona auch diesen Herbst präsent sein. „Wir werden ein Konzept erarbeiten, in dem wir die wichtigsten Elemente – beispielsweise den Erntedank, die Ehrung der Ältesten, den Weinbau oder auch die Verbindung zu den Partnerstädten – aufgreifen“, verspricht Zull. Natürlich werde dieses Konzept den Fellbacher Herbst nicht ersetzen und auch keine größeren Veranstaltungen enthalten, doch „der Fellbacher Herbst ist uns allen einfach zu wichtig, um ihn ersatzlos zu streichen.“