Unbürokratische Hilfe während Corona


Der Stillstand im öffentlichen Leben trifft vor allem Menschen, die finanziell schon vorher gut kalkulieren mussten. Minijobber, Arbeitssuchende oder auch Alleinerziehende sind durch die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus besonders betroffen. Die Bürgerstiftung und die Stadt Fellbach rufen daher zu einer Spendenaktion auf, über die schnell geholfen werden kann. Gefördert wird der Aufruf durch die Volksbank am Württemberg.

Spendenübergabe Bürgerstiftung
Die Volksbank am Württemberg unterstützt die schnelle Hilfe der Bürgerstiftung Fellbach: Armin Hornung, Vorstandsvorsitzender der Volksbank am Württemberg, überreicht an Roswitha Schenk, Vorstand der Bürgerstiftung Fellbach, und an Oberbürgermeisterin Gabriele Zull, Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Bürgerstiftung, einen Spendenscheck über 5000 Euro. (v.l.n.r.)  


Wer vor der Corona-Pandemie seine Finanzen gut einteilen musste, ist seit März noch mehr am Rechnen. Viele kleinere Jobs sind durch die geschlossenen Läden weggefallen und damit auch das Einkommen aus diesen Tätigkeiten. Kurzarbeit oder auch die Frage, ob freie Mitarbeiter weiter beschäftigt werden können, engen den wirtschaftlichen Spielraum weiter ein. Trotzdem laufen auch in den privaten Haushalten die Fixkosten weiter. Rechnungen müssen beglichen, Lebensmittel eingekauft und Versicherungen bezahlt werden. „Sehr schnell kommen die Familien oder auch Einzelhaushalte dann an ihre Grenzen“, stellt Oberbürgermeisterin Gabriele Zull fest. „Es fehlt schnell am Notwendigsten und der Monat ist dann einfach noch zu lang, um ohne Hilfe über die Runden zu kommen“, erklärt die OB und Vorsitzende der Bürgerstiftung.
 
„Für diese Menschen brauchen wir eine schnelle Hilfe, die auch unbürokratisch ausgezahlt werden kann, bis weitere staatliche Hilfen greifen“, fordert Oberbürgermeisterin Zull. Mit der Aktion „500 für 50“ will die Bürgerstiftung Fellbach schnell helfen. „Zusammen mit dem Amt für Soziales und Teilhabe haben wir ein sehr schlankes Verfahren zur Auszahlung aufgesetzt“, betont der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Jens Mohrmann.
 
So entstand die Idee, die Fellbacher aufzurufen, mindestens 50 Euro in den neuen Fonds zu spenden. „Unser Ziel sind 500 Teilnehmer, dann haben wir schon einen guten Grundstock – natürlich können es auch gerne mehr werden“, so Zull und Roswitha Schenk, Vorstand der Bürgerstiftung.
 
„Bürger stiften für Bürger“, führt Armin Hornung, Vorstandsvorsitzender der Volksbank am Württemberg, die Grundidee aus. Das Unternehmen sponsort die Aktion, indem es für jede 50 Euro Spende zehn Euro dazugibt. Die Spendensumme von insgesamt 5.000 Euro ist damit der erste Baustein für die schnelle Hilfe. „Die Corona-Pandemie hat niemand vorausgeahnt, aber sie hat gravierende Auswirkungen auch für das Privatleben. Sie bringt einige Mitbürger in große Bedrängnis. Hier muss unkompliziert geholfen werden“, ist Hornung überzeugt.  
 
Über die Bürgerstiftung der Stadt Fellbach engagieren sich Bürger für die Kommune und ihre Mitbürger. Dabei stehen Projekte wie beispielsweise „Gesund Aufwachsen in Fellbach“, die Förderung der Bildungsarbeit im Kinder- und Jugendbereich oder Initiativen in der Seniorenarbeit im Vordergrund. Ein Teil der Stiftungsgelder wird grundsätzlich für sogenannte mildtätige Zwecke vorgesehen, die durch das  Sozialgesetzbuch festgelegt sind. Mit der Idee des „Spendens  und Schenkens“ gewinnt die Bürgerstiftung Mittel, um bei coronabedingten Notlagen schnell reagieren zu können.
 
 
Weitere Infos:
Die Ausgabe liegt beim Amt für Soziales und Teilhabe. Information telefonisch über 0711 5851 268 oder per Mail an soziales-teilhabe@fellbach.de.