Unterstützung der Partnerstädte



An die
Bürgermeister von Tain l’Hermitage und Tournon sur Rhône,
Herrn Xavier Angeli und 
Herrn Frédéric Sausset
sowie an die Bürgermeisterin von Erba, Frau Veronica Airoldi

Sehr geehrte Kollegin Airoldi, sehr geehrte Kollegen Sausset und Angeli,


über die Medien und über persönliche Kontakte erreichen uns erschreckende Nachrichten über viele Erkrankte und Todesopfer der Corona-Pandemie in Frankreich und vor allem auch in Italien, was uns sehr betroffen macht.
Die Krankheit und ihre rasante Ausbreitung beschert uns in Europa die dunkelsten Stunden und die schwerste Bewährungsprobe seit dem 2. Weltkrieg. Jedes Land und jede Stadt haben extreme Sorgen und Probleme zu bewältigen. Gleichzeitig blicken wir in diesen Wochen mit großer Anteilnahme auf unsere Freunde in den Partnerstädten, zu denen sich in den letzten Jahrzehnten enge Verbindungen aufgebaut haben. In Zeiten wie diesen ist ein Zusammenhalt über Grenzen hinweg und vor allem zwischen uns, die wir uns als Basis der europäischen Verständigung sehen, wichtiger denn je.
Als Zeichen unserer Solidarität möchten wir deshalb unseren Partnerstädten Erba, Tournon-sur-Rhône und Tain l’Hermitage jeweils einen Betrag von 5.000 € zur Verfügung stellen. Wir hoffen, hierdurch einen kleinen Beitrag zur Unterstützung von Familien leisten zu können, die in Ihrer Stadt durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind. Sehr großzügig werden wir hierbei von der Dr. Karl Eisele und Elisabeth Eisele Stiftung unterstützt, die sich ebenfalls der Völkerverständigung verschrieben hat. Für diese Beteilgung bin ich in hohem Maße dankbar.
Liebe Kollegin, liebe Kollegen, von dem deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der kurz nach Ostern im Jahr 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde, stammt der Satz „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln." Bonhoeffer hat in den dunkelsten Stunden seines Lebens auf die Botschaft vertraut, die uns Ostern verheißt. Lasst uns auch jetzt Stärke und Kraft aus diesem Wissen schöpfen.
Wir werden die aktuelle Krise irgendwann überwunden haben und unsere Freundschaft und unser Zusammenhalt werden fester und stärker daraus hervorgehen.

In großer Verbundenheit grüße ich herzlich aus Fellbach
Unterschrift OB
Gabriele Zull